Neues Programm
Eisgenussverstärker - Trostbilder und Glücksmomente
   
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mit Erwin Grosche
   
Kostproben
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Neues
Programm
Eisgenussverstärker - Trostbilder und Glücksmomente

Sie wollen Ihr Leben ändern? Sie haben Sehnsüchte nach einer besseren Welt? Ihnen schmeckt auch das Eis nicht mehr wie früher? Zum Glück gibt es den Eisgenussverstärker. Erwin Grosche, Sprachjongleur und Alltagsphilosoph, Sandmann und Kopfverdreher überrascht in seinem neuen
Kabarettprogramm „Der Eisgenussverstärker“ mit Trostbildern und Glücksmomenten. „Wenn sie tagsüber mal was fallen lassen, dann brauchen sie abends nicht mehr kegeln zu gehen.“

Der Paderborner Erwin Grosche, mehrfacher Kleinkunst- und Kulturpreisträger, UNICEF Schirmherr und Botschafter der Stiftung Lesen präsentiert uns nach seinen erfolgreichen Soli über Warmduscher und Wirklichkeit neue Weltansichten seiner Traumgänger und Kindsköpfe.
"Grosche macht glücklich" stellt die begeisterte Presse fest und auch in seinem neuen Kabarettstreich sollte man auf alles gefasst sein.
Szenen über Wackeltisch und Oberbettausschütteln, melancholische Lieder über den schönsten Tag des Lebens, Studien über die Kaltschale und die Kaffeemaschine, nichts lässt
Erwin Grosche aus, um uns seine Weltansichten zu illustrieren: “Seitdem ich in meinem Zimmer keine Blumen mehr habe, brauche ich sie nicht mehr zu gießen. Praktisch.” Der leise Poet und gelenkige Sprachakrobat erspart seinem Publikum keine noch so alberne Weisheit und keine noch so weise Albernheit. "Da kluge Menschen auch oft unglücklich sind, reicht es wohl nicht aus, zu wissen,was einen glücklich macht."


In seinem 9. Kabarettprogramm erlebt man einen Mann mit Hund, der beim Suchen und Finden sich hauptsächlich selbst verirrt.Erwin Grosche sucht die große Welt im Kleinen und findet dort unerhörte Schätze und ungeahnte Möglichkeiten. "Man kann ihn nicht beschreiben. Wer ihn nicht gesehen hat,
verpasst vielleicht das absurdeste Innere-Welten-Abenteuer seines Kleinkunst-Fanlebens. Denn
ob Erwin Grosche wiederkommen und nicht einfach auf einen anderen Planeten verschwindet,ist nicht gewiss.”


Ab Herbst 2009
spielt Erwin Grosche sein neues Programm "Der Eisgenussverstärker –
Trostbilder und Glücksmomente"
. Die Premiere findet in der Comedia Köln am 17. Oktober
2009
statt. Terminanfragen für 2010 nehmen wir gerne entgegen.

Nur wenigen Kollegen ist es beschieden von Kindern gleichermaßen geliebt zu werden wie von Erwachsenen, worauf die meisten Erwachsenen übrigens ziemlich neidisch sind. Er ist Ohrenbär und Augenmann, wiewohl figürlich recht übersichtig, wirft er einen Schatten, den andere nur mit einem Maibaum im Rücken zustande brächten. Er ist das Glasbodenboot, das uns über das Meer der Phantasterei trägt und uns die Untiefen der Albernheit ebenso wenig vorenthält wie die polychromen Korallenriffe irrisierenden Witzes mit ihrer vielfischigen Population von Lachbarschen, Flachsflundern, Doktorwitzfischen, und Kicherdorschen, ihren Seegurken und Hörschnecken. Sie alle kennen ihn als Erwin Grosche. (Jochen Malmsheimer beim WDR Kabarettfest vom 25.4.2009)

   
   

Aktuelle
Programme

Die Wirklichkeit und andere Übertreibungen

„Neuer Grosche - ganz der alte“ - unter dieser Überschrift titelte die Paderborner Zeitung ihre Kritik nach den Voraufführungen. Agil und hintergründig philosophiert Erwin Grosche in seinem neuen Programm über das Nägelschneiden und den Genuss von Schokokugeln. Neben Liedern über das Glück und den Anfang befasst er sich diesmal mit der rauhen Wirklichkeit. ISDN und Haustiere, Kissenschlacht und Fernsehsucht, der Paderborner Kulturpreisträger zieht alle Register seines Könnens. In sonderbaren Kurzszenen, überdrehten Kleinorgien und mit einer Vielfalt an musikalischen Findigkeiten werden Wege aus Langeweile und Traurigkeit gezeigt.
Ein sehr heiteres, poetisches und sonderbares Programm wartet auf alle Kleinkunstliebhaber und Groschefans.

Am 21. Oktober 2005 hatte das neue Programm von Erwin Grosche 'Die Wirklichkeit und andere Übertreibungen - Kurzszenen und Kleinorgien' beim Comedy-Festival in der Kölner Comedia Premiere.

Das passende Buch zum Programm erschien im September beim Ardey Verlag.

 
   
  Pressestimmen
Die Wirklichkeit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DONAUESCHINGEN 25.7.2006 (Südkurier)

DER KLEINE KÖNIG VOM ANDEREN STERN
Ein Abend mit dem skurillsten Kabarettisten Erwin Grosche von Beatrice Scherzer

Was für ein merkwürdiges kleines Männchen. Wie von einem anderen Planeten. Versehentlich in Donaueschingen gelandet. Mitten auf der Kleinkunstbühne im Gewölbekeller. Diese weit aufgerissenen Augen, dieser leicht irre Blick, und dazu haut er auch noch auf die Trommel. Was ist das? Ein in die Jahre gekommenes Grasssches
Oskarchen? Oder ein Onkel von Karlson vom Dach. In seinem perfekten Schneideranzug mit Goldweste könnte er auch ein Nachfahre eines vornehmen Varieté- Liliputaners sein. Oder ein spanischer Hofnarr aus einem Gemälde von Velazquez. Jetzt macht er den Mund auf. Merk- würdige Wörter purzeln heraus. Vielleicht ist der sonderbare kleine Mann ein Gesandter aus dem dadaistischen Jenseits?

Kenner der Szene halten Erwin Grosche für den ungewöhnlichsten Kabarettisten Deutschlands. Eine singuläre Erscheinung. Ein Funkelstein im Kaugummiautomaten. Falls es die heute noch gibt. Wer Erwin Grosche auf der Bühne erlebt, reibt sich verwundert die Augen: Gibt es ihn wirklich? Oder ist er nur ein Traum? Jetzt fragen Sie bitte nicht, was dieser sagenhafte Herr Grosche auf der Bühne so treibt. Oder sagt. Oder singt. Wie soll man das bloß beschreiben? Da sitzt ein gutgekleideter Mann in den besten Jahren an einem weißlackierten Spielzeugflügel. Auf einem Miniaturklavierhocker. Die Knie in Höhe der Ohren. Wie ein Kleinkind auf dem Bobbycar. Und singt ein Lied über seine große dicke Frau, die ihn mitten auf dem Marktplatz in Paderborn abgestellt hat. Mit vollem Einkaufskorb in der Rechten, drei Tüten in der Linken, zwei Salatköpfen unter dem einen und zehn Eiern unterm anderen Arm. Du bleibst hier stehen und rührst dich nicht vom Fleck, bis ich dich wieder abhole, hat sie gesagt. Das war vor drei Stunden. Der einsame Mann auf dem Markt musste schon vier Mal der Polizei seinen Ausweis zeigen. Und zweimal hat man seine Taschen nach Drogen untersucht. Er hat Hunger. Und Durst. Die Sonne brennt. Der Markt wird abgebaut. Die Reinigungsfahrzeuge fahren ihn beinahe über den Haufen. Er könnte ja einfach gehen. Aber er rührt sich nicht vom Fleck. Spot auf den Pianisten: Der hört plötzlich auf, in di Tästchen zu hämmern. Schaut stattdessen ins mitleidende Publikum. Mit irrem Blick. Und zischt: „Den Gefallen tu ich ihr nicht!“

Er spielt auch Akkordeon. Ein kleines rotes. Und singt sehr poetische Lieder von Spannbetttüchern und Händetrocknern. Macht Musik mit elektronischen Zahnbürsten und Akkubohrmaschinen. Das nennt er Heavy-Metall-industrial-Art. Aber der seltsame kleine Erwin spielt auch Harfe. Auf einem Eierschneider. Das heißt bei ihm Eierharfe. Sogar ein tragbares Klappstehpult mit Vorhang hat der Wanderer zwischen den Parallelwelten mitgebracht. Mit aufschraubbaren Plastikmikrophonen. Und einen Strickpullover für jede Gelegenheit mit acht Ärmeln.
Wenn der Skurillste aller Kleinkünstler dann noch über den Sinn des Haltbarkeitsdatums von Kondomen philosophiert und über den Leistungsdruck beim versehentlichen Kauf einer 50-Stück-Großpackung, deren Haltbarkeitsdatum in zwei Tagen abläuft, ist endgültig alles zu spät. „Was meinen Sie, was das für zwei Tage waren? Und das in Paderborn!“


Erwin Grosche kann man nicht beschreiben. Wer ihn nicht gesehen hat, verpasst vielleicht das absurdeste Innere-Welten-Abenteuer seines Kleinkunstfanlebens. Denn ob Erwin Grosche wiederkommt und nicht einfach auf einen anderen Planeten verschwindet, ist nicht gewiss.

 
  mehr Presse

 

 

 

 

 

 

 

"Neuer Grosche - ganz der alte. Erwin Grosches Nummern sind immer auch Hommagen an ein heutiges Leben im Gestern. Da sind die Drehaschenbecher verbunden mit der nostalgischen Erinnerung an ein Rauchen ohne Schuldgefühl, an den 'letzten Raucher auf freier Wildbahn', an die 'Smoker Aerea im Zugabteil', an verqualmte Herzchen, die an Sophia Loren erinnern. Grosches neues Programm bietet gleich ein Konglomerat an komischer Verzweiflung." (Paderborner Zeitung, 6.10.2005)

„Die Wirklichkeit, der in so vielen Programmheften und Kritiken versichert wird, sie habe die Satire längst eingeholt, diese Wirklichkeit sollte sich den Paderborner angucken: Sie hat was aufzuholen“. (Titanic)

„Was der soignierte Herr im dunklen Anzug mit Brokatweste da zutage fördert, sind Mosaiksteinchen des Alltags, von Grosche zu Juwelen gefasst. (...) Immer erweist sich Erwin Grosche als Meister der liebevoll ausziselierten Skurrilität - und das nun schon seit 30 Jahren.
(Kölnische Rundschau, 25.10.2005)

„Wer einmal seine Nachfolge antreten könnte, wurde Hanns Dieter Hüsch gefragt. Die Antwort kam prompt: Erwin Grosche.“ (Mainzer Zeitung)

„Der Christian Morgenstern unter den Kabarettisten“ (Gong-Fernsehzeitung)

 
 
  Warmduscher Report

 

 

 

 

 

 

 

Endlich, der „Großmeister der Kleinkunst“ (WaS) meldet sich zurück. Der „ewige Geheimtipp“ spielt nach Ausflügen zu Film, Theater und Literatur wieder in seiner Königsdisziplin. Erwin Grosche zeigt zu seinem 30- jährigen Bühnenjubiläum noch einmal die Szenen, die ihn im deutschsprachigen Raum so einzigartig gemacht haben. „Warmduscherreport“ heißt seine Sammlung skurriler verbaler Kleinodien zwischen Dada und Gaga. Ein Stück Kabarettgeschichte rauscht an einem vorbei, wenn der mit allen bedeutenden Kleinkunstpreisen bedachte Ostwestfale seine Sicht der Welt vorstellt. Szenen wie: „Das Abenteuer“, „Meine Frau hat mich verlassen“, „Im Hotelhallenbad“, „Nudeln“, „NIVEA“, „Lob des Spülens“ u.a., lassen staunen und lachen, wundern und zweifeln. Man muss bei diesem Abend mit dem 50-jährigen Kulturpreisträger der Stadt Paderborn auf einige Überraschungen gefasst sein, aber nur Mut: „Das Publikum geht nach Hause ohne Völlegefühl und dem Katzenjammer, den das an jeder Ecke servierte Comedy-Fastfood bereitet. Erwin Grosche ist der bezauberndste Verlierer der Republik; an seiner Seite gewinnt man immer. (Schwäbische Post).“


WARMDUSCHEN MIT ERWIN GROSCHE

Seinen „Warmduscherreport“ nennt Erwin Grosche nicht „Best of“. Das würde einen auch wundern. Bei ihm sind es „poetische Sonderbarkeiten aus 30 Jahren“. Und sie tun gut. In einer Zeit, in der das Höher, Weiter und Schneller das Zepter schwingt, bräuchte es mehr Erwin Grosches, die einen Gang zurück schalten und die Welt mit den Augen eines Narren und Kindes sehen. Als wäre Paderborn der Mittelpunkt dieser Welt erzählt er von dort seine kleinen Alltagsgeschichten, als wären sie der Weisheit letzter Schluss. Man braucht sich nicht zu wundern, dass gerade aus dieser kleinen Stadt einer der wunderlichsten Geschichtenerzähler dieses Genres kommt. Für einen wie Erwin Grosche ist nichts selbstverständlich. Er führt den Gottesbeweis anhand von aufgewärmten Spinat, erzählt in bester Kalauermanier aus seiner gescheiterten Ehe, huldigt einer bekannten Körpercreme als Hohepriester des Salbentiegels und zerschreddert „Wörter vor Winterlandschaft“, in denen er seine Ansichten eines Clowns vorträgt, mal sinnlos, mal boshaft, doch immer weise. Nach vielen bundesweiten Auftritten, gibt der Paderborner Kulturpreisträger noch einmal allen zu kurz gekommenen Gelegenheit mit ihm warm zu duschen und sich heiß zu freuen. Aber Vorsicht, wie beschrieb ein Reporter einen typischen Erwin Grosche- Abend: „Am Ende dreht sich die Welt noch immer. Aber sie dreht sich in Grosches Takt. Und es bleibt fraglich, ob sie sich jemals wieder so drehen wird wie zuvor.“

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"Meine letzte Hoffnung ruht auf den kindlichen Schultern eines erwachsenen Provinzlers: Erwin Grosche, der Kabarettist aus Paderborn, entdeckt die Bescheidenheit des Alltags wieder. Er erzählt kleine Episoden über Trinkflaschen und Chipstüten. Dabei wirkt er nie stumpfsinnig oder einfallslos. Ganz im Gegenteil. Und diese Rückkehr zur Einfachheit trägt den schönen Namen: "......." (taz 4-9-2002 CHB)

"Grosche macht glücklich. Als wäre die Stimme von Heinz Rühmann in den kleinen Nick gefahren, nuschelt er sein kauziges "Sagensemal", und sein wiederholtes "Wissense", das ihm bei seinen skurrilen Betrachtungen jedes Mal wieder entfährt." (Die Welt 22-6-2001 abe)

"Mit ernstem Blick und großen runden Augen sieht er ein bisschen aus wie Buster Keaton. Beim Sprechen entwickeln seine Worte mitunter eine ganz typische Melodie, Reim und Rhythmus, als wäre er ein sanftmütiger Vorfahr der Rapper. Seit über zwanzig Jahren ist er einer der ganz Großen der Kleinkunst, ein Genre für sich, aller Bekanntheit zum Trotz immer noch umgeben von der Aura des Geheimtipps." (NGZ 1-6-2001 KaTse)

"Gottlob, dass es ihn gibt! Denn er ist, im wahrsten Sinne des Wortes, der einzige und der einzigartige Protagonist einer literarischen Kleinkunst und einer absurden Poesie, die im Kabarett immer seltener vorgetragen wird." (Hanns Dieter Hüsch)

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Interview
mit Erwin Grosche
Anfang März 2008 gab Erwin Grosche der Westdeutschen Zeitung in Düsseldorf ein Interview. Das Gepräch wurde anlässlich seines Gastspieles im Düsseldorfer Kommödchen geführt. Erwin Grosche gastiert am 30. März wieder dort. Das Interview führte Nicole Bolz.

1. Es scheint gleichgültig, welchen Gegenstand Sie betrachten, alles scheint zu Ihnen zu sprechen – wie schaffen Sie es, sich diese kindliche Neugier und Unschuld zu erhalten?

Ich fühle mich sehr behütet. Es macht mir Spaß den Tag frohen Mutes anzugehen. Natürlich ist mir bewusst, dass ich nicht so eine Ausstrahlung wie Peer Steinbrück habe, weiß aber im Grunde nicht, welches Lebensmodel besser funktioniert. Ich gehe durch den Tag und versuche niemanden auf den Geist zu gehen. Wie heißt es in dem Eichdendorff-Gedicht: „Und die Welt hebt an zu singen, kennst du nur das Zauberwort.“ Es scheint so, als verraten mir viele Gegenstände ihr Zauberwort. Ich liebe Spannbettbezüge. Es wurde längst Zeit darüber ein Gedicht hat zu schreiben.

2. Wenn ich Ihnen etwa meinen blauen Lieblingsschal zeigen würde, wäre das einen Reim wert?

Wenn es wirklich ihr Lieblingsschal ist, würde ich es auf jeden Fall versuchen. Es reimt sich aber nicht viel auf das Wort „Schal“ und was sich darauf reimt ist nicht schon automatisch eine Geschichte wert. Natürlich könnte der Aal einen Schal tragen, aber warum sollte er das machen? Man sollte es sich nicht zu einfach machen, alles hat seinen Grund und seinen Sinn. Natürlich ist ein Lieblingsschal schon so beliebt, dass ich nicht auch noch unbedingt für ihn Partei ergreifen muss. Machen Sie ein Gedicht über ihn. Schreiben sie es in blauer Farbe und seien sie ehrlich dabei.

3. Wie entstehen ihre Klanggedichte?

Ich weiß es nicht. Ich zwinge keinen Gegenstand mir als Thema zu dienen. Ich trinke gerne Kaffee und gehe mit meinem Hund spazieren. Ich bin ein zufriedener Mensch und kann auf die Anerkennung als Dichter pfeifen. Kürzlich schrieb ich ein Gedicht über einen Tacker. Handwerker waren auf meinem Dachboden und tackerten Isoliermatten fest. Eigentlich war ich über den Lärm genervt, wenn ich nicht die Melodie im Tackern gehört hätte. Ich wollte nicht, dass diese Melodie verloren geht und habe sie sofort festgehalten. Sicher, es ist nicht wichtig ein Gedicht über das Tackern zu schreiben, aber wenn man ein Gedicht über das Tackern schreibt wird das Tackern plötzlich genauso wichtig, wie die Dinge, die immer Peer Steinbrück sagt. Tack, tack tack.

4. Sie geben vielen alltäglichen Dingen und Situationen ihren Zauber zurück, wie viel Arbeit steckt dahinter?
Ich schreibe eine Kolumne für ein Internetformat und für eine Paderborner Zeitung. Im letzten Jahr erschienen acht Bücher von mir und vier CDs. Wenn ich einen Freund treffen will, machen wir eine CD zusammen und selbst der Wein schmeckt mir am besten, wenn ich vorher auf der Bühne gestanden habe. Ich lebe so. Ich habe dies nie als Arbeit empfunden. Ich bezeichne mich als Kleinkünstler, weil das Selbstgemachte meine Kunstform ist. Perfektion ekelt mich an. Die Hochkultur interessiert mich nicht. Ich bin gerne im Hintergrund und mache Sachen, die man nicht ernst nehmen sollte.

5. Sie werden oft als „skurril“ bezeichnet. Warum?

Ich bin mir ja selbst sehr normal. Ich stehe ja nicht auf und wundere mich dauernd über mich selber. Die Sätze vom „das Kind im Manne“ und „er ist skurril“ begleiten mich, seitdem ich auf der Bühne stehe. Beides unterschätzt doch sehr die Bedeutung meiner Arbeit. Es ist nicht skurril, wenn sich das Kleine wehrt und nach Anerkennung ruft. Früher wusste auch kein Mensch, wie man eigentlich „skurril“ schreibt und das fand ich dann echt skurril. Ich glaube, man bezeichnet mich nur als skurril, weil ich nicht so wie Peer Steinbrück bin.

6. Verstehen Kinder oder Erwachsene ihren Humor und Sie besser?
Ich habe im Jahr hundert Auftritte vor Erwachsenen und hundertfünfzig Auftritte vor Kindern.
Es ist nicht so, dass alle mich wundervoll finden. Ich bin froh, dass ich meine Geschichten so gerne erzähle. Ich will ja gar nicht von allen verstanden werden. Ich interessiere mich auf der Bühne auch nur für die Menschen, die in keine Schublade passen. Ihnen möchte ich Geschichten erzählen. Es würde mir natürlich viel bedeuten, wenn Peer Steinbrück mich verstehen würde.

www.kommoedchen.de
   
   
Kostproben

Über Uhu

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Oh Uhu, keiner ist wie duhu.
Alleskleber, Klassenstreber. Hänschen Dampf in allen Gassen, was du anklebst, wird dann passen.

Uhu, für dich ist Magnetismus ein Fremdwort. Klette ist dein zweiter Vorname, wenn du groß bist, willst du Pattex heißen, und man muss zehn Minuten warten, bis du funktionierst – typisch Erwachsener.

Ich sage Ihnen ganz ehrlich, wenn Uhu nicht mehr kleben könnte, dann würde für mich einen Welt auseinanderbrechen, und niemand wäre da, der sie kitten wollte.

Uhu, der Alleskleber, ist das alles verbindende Wunder in einer zerrissenen Welt. Ich erinnere nur an die deutsche Wiedervereinigung. Oh Uhu. Das ehemals geteilte rote Meer. Oh Uhu. Das Comeback von Cindy und Bert: Immer wieder Sonntags! Oh Uhu. Was Uhu zusammengeklebt hat, soll der Mensch nicht trennen.

Bei uns wird Uhu in der Arzneimittelschublade aufbewahrt. Das sagt doch wirklich alles.

Manchmal ist Uhu, der Alleskleber, selbst so verklebt, dass man ihn nicht mehr aufbekommt, dann denk ich auch: jetzt übertreibt er aber.

Wissen Sie, Uhu hat der Post niemals verziehen, dass ihre Briefmarken nach dem Lecken von selbst kleben.

Uhu Uhu Uhu Uhu Uhu Uhu Uhu Uhu Uhu Uhu Uhu
Die Engel am Himmel der Weihnachtskrippe
flögen noch immer am Boden herum.
Uhu Uhu Uhu Uhu Uhu Uhu Uhu Uhu Uhu Uhu Uhu
Das Auto vor dem Tunnel der Modelleisenbahn
fehlte dem großen Spectaculum.
Uhu Uhu Uhu Uhu Uhu Uhu Uhu Uhu Uhu Uhu Uhu
Den Schornstein auf dem Dach der Puppenstube
klebst du an, als wär er aus Pappe.
Uhu Uhu Uhu Uhu Uhu Uhu Uhu Uhu Uhu Uhu Uhu
Die Sohlen an meinen Filzpantoffeln
peppst du wieder an und tilgst so die Schlappe
Uhu Uhu Uhu Uhu Uhu Uhu Uhu Uhu Uhu Uhu Uhu
Selbst den Griff an der Weltkugel zum Wegschmeißen
solltest du festschweißen, dann wird er nicht reißen.
Oh Uhu, duhu, your heart is so true.
Oh Uhu, duhu, your heart ist so truhu.
Oh Uhu, schubidubi dubu, schubidubi du.
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  Über die Kartoffel

 

 

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I
In siebzig Jahren essen wir 180 Zentner Kartoffeln, das ist schon besser als umgekehrt.
„Esst nichts, was Augen hat“, sagen die Vegetarier, aber gilt das auch für die Kartoffel?
Ich sah eine Kartoffel, die war nur geduldet neben einem Braten und verdeckt unter einer Petersiliensoße, als wollte man ihren Anblick den Kindern ersparen.

Ich kenne einen Koch, dessen Namen keine Zukunft hat, der dekoriert seit kurzem die Kartoffel mit einer Nudel als Schweineschwänzchen.
Auch die populären Pommes Frites verstecken sich immer mehr unter einem Mayonnaiseberg, so als wäre ihnen ihr Nacktsein peinlich.
Muss die Kartoffel sich schon mit ihren Feinden zieren, um überhaupt noch beachtet zu werden?

Sicher, die Kartoffel ist dick, aber sie macht nicht dick: 100 Gramm Kartoffeln haben nur 85 Kalorien, zum glück, während die gleiche Menge Reis 371 Kalorien hat. Trotzdem bezeichnen viele Fernsehköche den Reis als die angemessene Beilage der Zukunft, nur weil man den Reis den Brautleuten entgegenwirft, wenn sie sich gerade das Jawort gegeben haben. Aber ist die Ehe überhaupt noch zeitgemäß? Sollte man diesen Festakt nicht mit Kartoffeln beschmeißen, um dieser Institution ein für alle Mal zu zeigen, was sie ist? Scheiß mit Reis!

II
Haben Sie schon alles vergessen?
Den Kartoffeldruck?
Ein Bratkartoffelverhältnis?
Die Kartoffel als Herbstohrclips.
Als Pausenzeichen für den NDR.
Als Stoffel und Wolfgang beim Kartoffeltheater?

Alles schon vergessen?
Als kleiner Kloß, als großen Kloß, kein Trauerkloß?

Alles schon vergessen?
Ihre blinzelnden Augen, wenn wir sie aus dem dunklen Keller geholt haben und sie musste sich erst an das helle Licht gewöhnen.

Alles schon vergessen?
Ihren bizarren Humor: Ich Kartoffel, du Spagetti, er Banane, Wir Lauch!

Alles schon vergessen?
Ihr übermütiges Treiben im kochenden Wasser, wenn sie sich uns so ganz nackt offenbart, nachdem wir ihr den dreckigen dunkelbraunen Badeanzug ausgezogen haben.

Alles schon vergessen?
Ihre treu blickenden Augen, wenn sie kurz vor dem Einschlafen alles um sich vergisst und ihr kleines Schlaflied trällert.

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  beide Kostproben aus: Warmduscherreport
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