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Aktuelles
Die beliebtesten Kabarettisten,
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Eisgenussverstärker, Philharmonie
Köln, Warmduscherreport
Vol 2, House of Poets,
Toto Blanke, Radio
und TV, Buch des Monats,
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Die beliebtesten Kabarettisten |
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Die beliebtesten Kabarettisten der Nordrhein-Westfalen werden gewählt.
Intelligente Unterhaltung, garantiert vergnüglich gesucht?
In NRW werden Sie schnell fündig.
Viele Kabarettisten leben hier und nehmen kritisch und unterhaltsam
die kleinen Geschichten des Alltags und die großen Themen der Politik unter die Lupe.
Erwin Grosche ist unter den zwanzig nominierten Künstlern.
So wird er vom WDR vorgestellt:
„Die kleinen Dinge des Alltags haben es Erwin Grosche angetan -
ihnen verleiht er einen skurrilen und poetischen Charme.
Wer den Paderborner Kleinkünstler ihn wählen will, kann dies auf der Seite des WDR
„Die beliebtesten Kabarettisten der Nordrhein-Westfalen“ tun. Stimmen Sie jetzt ab!
Welcher ist Ihr Lieblings-Kabarettist aus Nordrhein-Westfalen?
Stimmen Sie hier auf der Seite des WDR ab.
Das Ergebnis der Abstimmung erfahren Sie in der Sendung am 22.02.2012 um 21.00 Uhr. |
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Danke, Danke, Danke
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Erwin Grosche dankt
seinen Veranstaltern und seinem Publikum.
Das Jahr 2011 war eines der aufregendsten Jahre in der Karriere des umtriebigen
Künstlers. Höhepunkte waren sicherlich die Uraufführung des
Singspiels: „Das entscheidende Spiel“ bei der Musica Sacra in
Paderborn. In guter Erinnerung bleiben auch die Auftritte bei den Mitternachtsspitzen
im Oktober des Jahres. „Die Kölner machen einfach die beste Kabarettsendung
im Land.“ Schön waren die Auftritte mit den Bären Johannes
und Stachel für den WDR. „Dorothee Schmitz (Johannes) und Heiner
Kämmer (Stachel) sind leidenschaftliche Puppenspieler und sehr liebe
Kollegen“, schwärmt Grosche. Gastspiele im gesamten deutschsprachigen
Raum erschöpften zwar den Künstler, hinterließen aber ein
glückliches Publikum. Die Zuschauer in Bonn, Ratingen, Düsseldorf,
Moers, Saarbrücken, Hannover, Mainz, Frankfurt, Bad Homburg, Bielefeld
und in vielen vielen anderen Städten freuten sich über einen gut
aufgelegten Künstler. Erwin Grosche dankt besonders seinen Veranstaltern,
Verlagen, Mitarbeitern und Freunden für die gute Zusammenarbeit. „Danke,
Danker, Danke“, bedankt sich artig der Kleinkünstler und zieht
sich dann zurück. |
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Eisgenussverstärker |
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Auf dem Internetseiten
von Choices, dem Kölner Kulturmagazin, fand sich eine schöne Vorankündigung
von Erwin Grosches neuem Programm: „Der Eisgenussverstärker“:
„Seit Menschengedenken der berühmteste unbekannte Kleinkünstler
ist Erwin Grosche, dessen neues Programm „Eisgenussverstärker“
heißt. Der aus Paderborn kommende poetische Revolutionär und
Transplanteur des Geistes in die Materie, ist eine Art Außerirdischer,
der auf die Welt gekommen ist, um zu zeigen, dass man alles auch mit ganz
anderen Augen anschauen und dabei so manchen Schöpfungsfehler entdecken
kann.“
Dank gilt der Verfasserin dieser Zeilen, der Autorin Anne Nüme.
Foto: D. Bogdanski |
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Philharmonie Köln |
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Am 12. Februar
2012 um 15:00 Uhr kann man das Weltklasseorchester Concerto
Köln mit dem Programm: "Heute hau´n wir auf die Pauke"
erleben. Concerto Köln lädt ein zu einem fröhlichen Karnevalsfest.
Eine Woche vor Rosenmontag können sich schon alle Kinder einstimmen
auf das Fest der Feste. Zu allen Zeiten hat der Mensch gefeiert. Wie fröhlich
kann Musik sein? Springt da ein Funke über? Kann gute Laune ansteckend
sein? Und wer haut da auf die Pauke? Concerto Köln spielt auf. Karnevalsmusiken
aus Venedig, Versailles und Köln mit Werken von Claudio Monteverdi,
Pier Francesco Cavalli, Jean-Philippe Rameau, Antonio Vivaldi und Joseph
Schmittbauer.
Nach den Kinderkonzerten: „Die Geige will heut Pauke sein“ und
„Die vier Jahreszeiten“ wird dies das dritte Kinderkonzert,
welches Concerto Köln mit dem Paderborner Kleinkünstler und Paukisten
Erwin Grosche gestalten wird. Das wird ein großer Spaß werden.
Ob Concerto Köln beim Spielen mancher Werke eine rote Nase aufsetzen
wird, war bisher noch nicht zu erfahren. Nähere Infos: Philharmonie
Köln |
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Warmduscherreport
Vol 2 |
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Erwin Grosche ist
ein Clown, ein Philosoph und ein perfekter Reiseführer durchs wilde
Absurdistan. Als Großmeister der Wortakrobatik und der schier unmöglichen
Pointen überrascht er seit dreißig Jahren sein Publikum. Manchmal
staunt man am Ende, warum diese ganz eigene Sicht der Dinge einem noch nicht
selbst eingefallen ist, findet auch noch die schrägste Perspektive
ganz normal und wundert sich über nichts mehr.
Das ist große Wortkunst und im besten Sinne des Wortes Kindertheater
für Erwachsene. Nun hat Erwin Grosche noch einmal die Glanzstücke
und Lieblingsszenen aus dreißig Jahren Kabarettgeschichte ausgepackt.
Hier kann man sie noch mal erleben: Die Omis mit den neuen Gummistiefeln,
die tanzenden Badekappen, die rockenden Nudeln, das athletische Spannbetttuch,
die letzten Raucher. Das Kleine wird bei ihm ganz groß. Und das Große
klein. Auf diese Weise verteilt er die Proportionen der Welt neu. Und schließlich
steht ein riesiger Erwin Grosche auf der Bühne. Oft sind es Gegenstände
des Alltags, die er heranzitiert, um das Leben schöner zu machen. Es
ist die gottvertrauende Naivität, es ist die Schwäche des Kindes,
aus der heraus Grosche die Kraft seiner Nummern entwickelt. Hier wird sanft
und subtil gestreichelt. Es macht glücklich ihm dabei zuzuschauen.
Er rührt an, er bringt zum Lachen, zum Nachdenken – und all das
auf eine wunderbar leichte Art. Der Frühsport nach Getreidesorten,
die stöhnende Kaffeemaschine, die Peter Sloterdijk Entspannungstasche.
Grosches Experimentierlust kennt keine Grenzen. Gucken Sie sich diesen Mann
an, solange es geht. Wer weiß. Er ist ein echter Abenteurer der inneren
Welten. Eines Tages könnte er in ihnen verschwinden und nicht wiederkommen.
Erwin Grosche wird im Jahre 2012 mit einem neuen alten Programm
auftreten. Nach dem großen Erfolg seines Best of - Programms
„Der Warmduscherreport“ überrascht er nun seine Fans mit
dem Programm: „Warmduscherreport Vol. 2 – Literarische
Schräglagen aus 30 Jahren“. Ab Februar wird Grosche
mit diesem Programm im gesamten deutschsprachigen Raum zu sehen sein. |
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House of Poets
schließt seine Tore
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Leider gibt es den
Paderborner Verlag “House of the poets” nicht
mehr. Verleger Karsten Strack wirft das Handtuch. Gebeutelt von Geldsorgen
verließen ihn Kraft und Mut.
Betroffen von dieser traurigen Verlagsaufgabe sind auch einige Groschebücher
und CDs. Den Jugendkriminalroman „Anne und die Bankräuber“
(10,- Euro), zu lesen für Kinder ab 8 Jahren, wird man bald
nicht mehr im Handel kaufen können. Die letzten Exemplare können
zum Glück bei Groschelesungen und über das „Kulturbüro,
Nicole Ruppert, Stichbruch 2, 30916 Isernhagen“ kb@kulturbuero.info
bestellt und gerettet werden.
Ähnlich ist es mit den Büchern „Lob der Provinz“
(17, 80,- Euro, mit CD) und der Kabarett-CD „Heimspiel“
(14,- Euro).
Erwin Grosche überlegt nun einen eigenen Verlag zu gründen. Kommt
Zeit, kommt Rad. |
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Toto Blanke
erhält
Kulturpreis |
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Toto Blanke, Jazzgitarrist
aus Paderborn, erhält den Paderborner Kulturpreis. Der Weggefährte
von Erwin Grosche, sie haben zusammen bestimmt 15 CDs gemacht, gehört
zu den großen europäischen Gitarristen. Toto bat seinen Freund
eine Laudatio zu schreiben, die Grosche mit großem Erfolg in den neuen
Kammerspielen von Paderborn halten durfte. Toto, Presse und Publikum waren
begeistert: „Es war eine Rede, die hoffentlich irgendwann als „Die
Rede“ in die Paderborner Kulturgeschichte eingehen wird und unbedingt
veröffentlicht werden sollte.“ (Neue Westfälische - Ulla
Meyer). „Grosches Lobrede ..wurde zu einer grandiosen Liebeserklärung
an das Werk des musikalischen Weltenbummlers.“ (Westfälisches
Volksblatt – Manfred Stienecke) Nun kann man den vollen Wortlaut der
„Gaudatio“, aufgeteilt in zwei Teile, in den www.musenblaetter.de
lesen. Sie befinden sich dort unter den Tagen des 12. und 13. Dezembers
2011. |
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Erwin Grosche
im Radio
und Fernsehen |
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Erwin Grosche moderiert
wie jedes Jahr die drei Weihnachtssendungen der Bärenbude.
Der Kinderspaß wird dort am 24./25./26. Dezember
auf WDR 5 von 19:05 bis 20:00 ausgestrahlt.
Der Paderborner Künstler wird auch am 20. Dezember, von 21:00
Uhr bis 21:45, im dritten Fernsehkanal des WDR
die Sendung „Die beliebtesten TV Gesichter der Nordrhein-Westfalen
kommentieren und ist ebenso in dieser Reihe am 24. Dezember
von 13:05 bis 14: 35 zu sehen, wo er die beliebtesten Märchen
begleiten wird.
Grosche ist auch in der Sendung von Stephan Göritz „Weihnachten
fällt aus“ vertreten. Ausgestrahlt wird "Weihnachten
fällt aus" am Mittwoch, dem 21. 12., von 21.05 - 22.00
Uhr im Deutschlandfunk und als Wiederholung am
Sonnabend, dem 24. 12., von 08.05 - 09.00 Uhr auf DRadio
Wissen.
Am 31.12.2012 führt Erwin Grosche in der WDR
5 Bärenbude alle Kinder von 19:05 bis 20:00 Uhr ins neue Jahr.
Natürlich sind Grosches Bärennachrichten inzwischen fester Bestandteil
der Kindershow geworden und sind 4 bis 5 Mal im Monat auf WDR 5 zu hören. |
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Buch des Monats
Oktober 2011 |
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Die Deutsche Akademie
für Kinder- und Jugendliteratur e.V. in Volkach hat für den
Monat Oktober 2011 folgenden Titel als "Buch des Monats" ausgewählt:
Erwin Grosche
Ich hab dich gern, du hast mich gern
Mäusestarke Geschichten und wolkenzarte Kindergedichte
Mit Illustrationen von Dagmar Geisler
128 Seiten, 16,99 EUR, cbj 2011, ab 7 Jahren
ISBN 978-3-570-13090-2 "Lausch dem Weltgesang", wie
er von Grosche in lauten und leisen Gedichten und in nachdenklichen Geschichten
angeboten wird und zum Mitmachen einlädt. Geisler begleitet die "Raschelgedichte"
und Texte mit witzigen Bildern und nutzt dabei unterschiedliche Perspektiven
als Kommentare zum Text. |
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Wikipedia
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Erwin Grosche hat
endlich eine neue Wikipedia Seite bekommen.
Seit dem 8. September erfährt man viel Neues über den emsigen
Kleinkünstler. Alle wichtigen Filme, Bücher und Musikproduktionen
sind aufgeführt. Man hört von seinem Werdegang und den umstrittenen
Tagen seiner Geburt.
Wer sich über Erwin Grosche informieren will ist bei Wikipedia genau
an der richtigen Stelle. |
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Eisgenussverstärker-
der Film |
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Paderborner Bilderdienst
präsentiert stolz ihre neue DVD. Erwin Grosche drehte zusammen mit
seinem Kameramann Reinhard Jäger diese wundervolle DVD.
Neue und alte Szenen aus 30 Bühnenjahren werden hier in ansprechender
Qualität präsentiert. Szenen wie: „Lob des Spülens“,
Der Spannbettbezug“, „Die Kaffeemaschine“, „Nudeln“
„ISDN“ u.v.a wurden im Amaltheatheater ohne Publikum gedreht.
Die Kamera ist so nah und direkt. Der Künstler ist gut ausgeleuchtet,
der Ton verständlich. Szenen wie „Der schönste Tag im Leben“
und „Über die Entschleunigung“ live vom Westfälischen
Abend in Nieheim, Lieder vom Lichterzaubertag in Köln, Besuche in der
Westernstraße und ein Einsatz als Eisgenussverstärker in einem
Eiscafe, runden die DVD ab.
Fast 80 Minuten Grosche sind für 15,- Euro (incl. Porto) beim
Kulturbüro, Stichbruch 2, 30916 Isernhagen
zu bestellen.
Foto: D. Bogdanski |
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MENTOR-Leselernhelfer
Paderborn e.V. |
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Die Leselernhelfer
Paderborn e.V. haben mit Erwin Grosche einen neuen Schirmherrn gefunden,
der die ehrenamtliche Arbeit des Vereins unterstützen will. Erwin
Grosche, Kulturpreisträger der Stadt Paderborn, schrieb viele Kinderbücher,
die sich bewusst mit der Leseförderung von Kindern befassen. Er kennt
auch von eigenen Lesungen in Schulen und Kindergärten wie gern Kinder
Sprachspielen und Geschichten lauschen, wenn sie dabei angeleitet und
gefördert werden.
Erwin Grosche: „Ich war sehr gerührt über die Erfahrungsberichte
der Frauen und Männer, die von ihrem wöchentlichen Einsatz in
den Schulen erzählten. Das gemeinsame Lesen mit den Kindern muss
für alle Beteiligte ein großes Erlebnis sein.“
Bei MENTOR Paderborn engagieren sich zwischenzeitlich ca. 70 Mentorinnen
und Mentoren in Ihrer Freizeit. Kinder treffen sich mit „ihrem“
Mentor mindestens einmal in der Woche für eine Schulstunde in der
Schule und unterstützen die Kinder indem sie die Freude am Lesen
wecken und die Motivation zum Lesen fördern. Das diese individuelle
Förderung Erfolge zeigt, wird in der Praxis auch immer wieder von
den Mentoren und Mentorinnen erfahren und von den Schulen bestätigt.
Nachdem Herr Grosche sich mit der Arbeit und der Vorgehensweise von MENTOR
Paderborn vertraut gemacht hat und er ebenfalls bei einem der regelmäßigen
Mentorentreffen in der Kinderbibliothek die Gelegenheit genutzt hat, Gespräche
mit den aktiven Mentoren zu führen und Bericht aus deren Praxis erhielt,
erklärte er sich gerne bereit, die Idee und Arbeitsweise von MENTOR
Paderborn zu unterstützen.
Erwin Grosche: “Ich ziehe den Hut vor allen, die bei MENTOR Paderborn
mitmachen. Ich hoffe, dass ich als Schirmherr von MENTOR Paderborn noch
viele andere Mentoren gewinnen kann die guten Mutes sind bei dieser wichtigen
Aufgabe mitzuwirken.“
Natürlich gibt es auch in anderen Städten die Möglichkeit
als Mentor Kinder zu unterstützen und zu begleiten. Infos bekommt
man natürlich im Internet.
www.mentor-paderborn.de |
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Anne und die
Bankräuber |
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Endlich erscheint
der Kinderkriminalroman von Erwin Grosche als Taschenbuch. Unter dem neuen
Titel: „Anne und die Bankräuber“
veröffentlicht der Paderborner Verlag „House
of Poets“ Grosches Meisterwerk.
Zum Inhalt: Schräge Schurken, clevere Kinder und herrliche Verwicklungen.
„Wenn ich eine Geschichte lese und merke, wie sie sich entwickeln
wird, wird sie für mich langweilig“, sagt Erwin Grosche. Entsprechend
köstlich chaotisch anders und unvorhersagbar überraschend ist
da sein Roadmovie-Krimi um Anne, Bruder Berti und den traurigen Papa, die
eigentlich unterwegs ins Sanatorium der guten Laune sind. Aber eben nur
eigentlich, denn ein trotteliges Bankräuberduo, 80.000 Euro Diebesgut
und Papas Lieblingsschuhe, ohne die er nirgendwohin fährt, die er aber
dummerweise daheim vergisst, machen die Fahrt zur grandiosen Verwirrfahrt,
in der nicht zuletzt zwei Supermarkttüten eine tragende Rolle spielen.
Ankommen werden die fünf nicht, aber sich finden – und das will
schon etwas heißen. „Eine Geschichte, hart und unberechenbar
wie das Leben.“ (Deutschlandfunk) „Liebenswert charmant, überdreht
und hintersinnig erzählt der Kabarettist zeitgleich ein pfiffiges Roadmovie
und einen sensiblen Trauerroman. Genauso eigen liest er zusammen mit seiner
Tochter Lisa sein Buch vor - leise, berührend und immer wieder überraschend.“
(Kölner Stadtanzeiger) Anne und
die Bankräuber
House of Poets
ISBN: 3-936706-27-1
Veröffentlichungsdatum: Anfang Februar 2011
Die musikalische Krimilesung dazu, mit Lisa Grosche und Erwin Grosche, ist
zu buchen beim Kulturbüro – Nicole Ruppert, Stichbruch 2 •
30916 Isernhagen-Tel.: **49 (0)5136 / 87 88 760 |
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Ich hab dich gern,
du hast mich gern |
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Mäusestarke
Geschichten und wolkenzarte Kichergedichte.
Wenn Spaghettis von Konfettis träumen: Ein Bügeleisen will übern
Hügel reisen, eine Schere schneidet ins Leere, Hubschrauber-Propel-
lel- lel- ler drehn sich immer schnellel-lel-ler. Und das ist noch lange
nicht alles, wovon Erwin Grosches lustige Klanggedichte und Quatschgeschichten
erzählen: Zuckersüße Gedichte für Naschkätzchen,
Traumgeschichten für kleine Schlafmützen, kluge Gedichte für
schlaue Köpfe oder Jubelgeschichten für fröhliche Leser
laden Groß und Klein zum lautmalerischen Mitmachen und Lachen ein.
Da wird geraschelt und gebrummelt, gekrabbelt und gerätselt was das
Zeug hält! Und so machen die Sprachspielereien
und Reime des genialen Dichters einfach gute Laune. Das Buch mit den wunderbaren
Illustrationen von Dagmar Geisler wird ab Mitte
April in allen Buchhandlungen erhältlich sein.
Ich hab dich gern, du hast mich gern
Mit Illustrationen von Dagmar Geisler
ORIGINALAUSGABE. Ab 6 Jahren
ISBN: 978-3-570-13090-2
Verlag: cbj, München |
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Wenn mein Dackel
Flügel hätte |
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Erwin Grosches neues
Buch erschient im September im boje Verlag Köln. Die lustigsten Mitmachgeschichten
und Quatschgedichte von Erwin Grosche Wie klingt ein Lautsprecher, wenn
er kaputt ist? Welche Geräusche macht ein Bohrer? Und schon mal was
von den weltweiten Maulwurfmeisterschaften gehört? Bunt, schräg
und witzig sind die Quatschgeschichten und Klanggedichte, Sprachspielereien
und liebevollen Nonsensreime des bekannten Autors und Kabarettisten Erwin
Grosche.
Mit Zahnbürstengedichten und Waschlappengeschichten wird schon das
morgendliche Waschen im Badezimmer zu einem Riesenspaß. Aber auch
für den Rest des Tages ist gute Laune garantiert! Mit Reimen über
tanzende Mücken, Mopsaufstände und Eselsbrücken. Mit Gedichten
über mutige Piraten und heldenhafte Gummiabflussreiniger. Und mit Erzählungen
über ängstliche Schutzengel und erfinderische Aufzugtester.
Ein Buch über große und kleine Alltagsabenteuer zum Schmökern
und Schmunzeln, Lachen und Mitmachen! Ein Vorlesespaß für die
ganze Familie! Die meisterhaften Illustrationen stammen von Karsten Teich.
Wenn mein Dackel Flügel hätte
Gebundene Ausgabe, 128 Seiten
Boje Verlag (22. September 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3414822636
ISBN-13: 978-3414822635 www.boje-verlag.de |
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Wir sind
wie
die Sterne
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Erwin Grosche hat sich Zeit gelassen.
Nach 14 Jahren erscheint wieder eine neue CD mit Kinderliedern. Nach „1-2-3-4
Zähneputzen- Doktor Tomates Gesundheitslieder“, die 1996 mit
Toto Blanke, Reinhard Mey, Ars Vitalis, Bernd Kohlhepp und vielen anderen
Mitwirkenden bei Patmos erschien, war es lange still im Kinderliederkarton.
Es erschienen zwar CDs von Charly Hases Osterlexikon, Engelchens Weihnachtslexikon,
vom tierischen Struwwelpeter, u.a. aber eine CD mit neune Liedern war nicht
geplant.
Nun hat das Warten ein Ende. Erwin Grosche hat zusammen mit den Flamingos,
unter der musikalischen Leitung von Antje Wenzel, bei Jumbo in Hamburg eine
neue CD herausgebracht. „Wir sind wie die Sterne“ heißt
der Stimmungsaufheller und ist rockig, frech und tanzbar geworden. Manche
Lieder singt Grosche mit seiner Tochter Pauline Schweser, andere allein
oder mit Kinderchor.
WIR SIND WIE DIE STERNE ist der CD-Tipp
im Familie & Co Sonderheft "Medien für
Kinder" "Lieder, Lautgedichte und Quatschgeschichten: "Der
Musiker und Kabarettist Erwin Grosche hat sich einiges ausgedacht - Alltägliches
wie völlig aus der Luft Gegriffenes. Seine Songs und Storys haben Pfiff
und genau die richtige Portion Frechheit, nicht zu vergessen Tanzbarkeit."
Auch in der Rhein-Zeitung wurde die CD bereits vorgestellt: "Erwin
Grosche und die Flamingos singen poetische, leise, rockige und flotte Lieder,
die so richtig zum Mitmachen und Mitstreicheln und Mitsingen einladen. Viel
Spaß!"
Die Neue Westfälische Zeitung schrieb: „ Es ist nicht immer ganz
einfach, einfach zu sein. Für Erwin Grosche ist das Einfache aber leicht
wie eine Feder. Wenn er Kabarett macht, klingt´s immer wunderbar locker
und ungezwungen. und wenn er Kinderunterhalt macht, dann ist die auch immer
ein kleines bisschen erwachsen.“
Außerdem wird TV Spielfilm/TV Today die CD als Musik-Tipp vorstellen.
Erwin Grosche wird die CD erstmals mit großer Besetzung auf dem Liborifest
in Paderborn vorstellen. „Wir sind wie die Sterne“
„Wir sind wie die Sterne“
'Erwin Grosche und die Flamingos
Jumbo Verlag Hamburg
Lava Studio Paderborn 2010
Hamburg, 2010 |
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Erwin
Grosche wird Botschafter |
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Erwin Grosche wird
Botschafter. Die Stiftung Lesen in Mainz hat wieder einen prominenten Botschafter
gefunden. Der 53 jährige Paderborner Erwin Grosche wird Botschafter
der „Stiftung Lesen“. Er unterstützt damit nicht nur die
bundesweite Büchergeschenkeaktion der Stiftung Lesen, sondern wird
auch im Auftrag der Stiftung Lesen
unterwegs sein. Seinen ersten Einsatz als Botschafter wird Erwin Grosche
am 30.4. in Paderborn-Elsen haben, wo er vor den ersten Klassen in einer
Lesung seine Geschichten und Gedichte vorstellen wird. „Oh wie schön
ist eine Lesung, wie bezaubernd Menschenklang. Oh wie schön ist eine
Lesung, wenn sie dauert nicht zu lang.“ Nähere Informationen
kann man auf www.lesestart-deutschland.de
unter „Prominente Botschafter“ entdecken. |
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Erwin
trägt Charlie
auf Händen |

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Der Paderborner
Kabarettist Erwin Grosche ist auf den Hund gekommen“. So beginnt in
der NWtierlieb Beilage der Neuen Westfälischen vom 14. November 2008
der Artikel über Erwin Grosche und seinem Familienhund Charlotte. „Nein,
ein Faible für Hunde hat er nie gehabt, gesteht Erwin Grosche. Das
hat sich mit dem Einzug von Mischlingsdame Charlotte jedoch total gewandelt.
„Sie hat unser aller Leben komplett verändert“, gestand
der Kabarettist unserer Mitarbeiterin Susanne Esser bei einem Spaziergang
im Haxtergrund bei Paderborn. Dieser Tag hätte für Charlotte nicht
besser beginnen können. Am Landgasthof Weyher findet Charlie –
wie sie auch genannt wird – eine Schwarte. Die Hündin liegt im
Gras und knabbert genüsslich an ihrem Fundstück. Zwei Jahre ist
die Hundedame – vermutlich eine Mischung aus Zwergpinscher, Terrier
und Dackel – alt. „Unsere Tochter Pauline hat sie ausgesucht.
Wir haben Charlotte aus dem Tierheim. Ihre Mutter wurde in Polen überfahren.“
Mit sieben Wochen zog das kleine Bündel bei den Grosches ein und fortan
war nichts mehr so, wie es gewesen war. „Da liegt man an Silvester
mit dem Hund unterm Tisch und wartet, bis das Feuerwerk zu Ende ist.“
…. Bei aller Sympathie für das Tier – es musste in der
Hundeschule Gehorsam lernen, halbwegs zumindest. Grosche tritt den Beweis
an und ruft: „Charlotte, hier.“ Die Hundedame rast ihrem Herrechen
entgegen und wird mit einem Leckerli bewohnt. „Charlie ist richtig
schnell“, sagt Grosche nicht ohne Stolz: „Auch selbstbewusst.
Manche nennen sie Prinzessin vom Philosophenweg.“ Und der 52- Jährige
fügt in seiner unvergleichlichen Art hinzu: „Das höre ich
natürlich gerne.“
Fotos: Marc Köppelmann |
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Laudatio
Peter Hille
Literaturpreis |
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Im Jahre 2007
bekam Erwin Grosche den Nieheimer Schuhu. Dr. Michael Kienecker schrieb
und sprach die Laudatio für Erwin Grosche zum Niehmeier Schuhu. Hier
sind Auszüge aus seiner Laudatio zu hören:
„Meine sehr verehrten Damen und Herren, was bleibt dem Laudator
noch zu sagen, wenn der Künstler durch seine Kunst schon längst
überzeugt hat? … Als ein solches Kind mit Mutwill, aber auch
als einen tiefgründigen Gesellen haben Sie sich uns, lieber Erwin
Grosche, mit Ihrem Programm gerade präsentiert.
Erwin Grosche hat sich bei den Beratungen der Jury sehr schnell als der
geradezu prädestinierte erste Preisträger des Hille-Literaturpreises
herausgestellt: Hille selbst war vor allem ein Meister der literarischen
Kurzformen, der poetischen Miniaturen vor allem im Gedicht, im Aphorismus
und in beeindruckender Kurzprosa: Er formuliert einmal:
„Die wichtigsten Sachen müssen leicht, die kleinen wichtig
abgehandelt werden.“ Wie man das macht, davon hat uns Erwin Grosche
soeben köstliche Proben in seinem Programm vorgeführt.
Erwin Grosche ist von Dortmund bis Höxter, Meschede bis Bielefeld,
aber seit vielen Jahren auch längst bundesweit auf Bühnen, im
Hörfunk und im Fernsehen höchst präsent: Sein Werk umfaßt
mittlerweile fast 20 verschiedene Kleinkunst-Programmeseit 1979, weit
über 50 Bücher, 40 Langspiel- und CD-Produktionen, Mitwirkung
bei 35 Film- und Fernsehproduktionen, darüber hinaus 2 eigene Filme.
Und an Preisen mangelt es wahrhaftig nicht: Er wurde bereits mit 13 Preisen
ausgezeichnet, darunter so renommierte wie der Deutsche Kleinkunstpreis,
der Prix Pantheon und der Paderborner Kulturpreis für das Gesamtwerk.
Lieber Erwin: Es gibt einen wunderbaren Aphorismus Hilles, den scheint
er geradezu für Dich niedergeschrieben zu haben: Er ist gelassen,
schlau und gut: Ein Aristokrat des Gewöhnlichen. Ein Aristokrat des
Gewöhnlichen: Treffender – so meine ich – kann deine
auf die Poesie des Alltäglichen zielende Klein-Kunst nicht bezeichnet
werden, und darum ist es nach so viel erwiesener literarischer Wahlverwandtschaft
zu Peter Hille der Hille-Gesellschaft und der Stadt Nieheim eine besondere
Freude, aber auch Ehre, Dich als ersten Preisträger heute mit dem
„Nieheimer Schuhu. Peter Hille-Literaturpreis“ auszeichnen
zu können!“
Der ausgezeichnete Kleinkünstler Erwin Grosche bedankt sich für
die schöne Rede. |
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RHEIN
UND WAHR
August 2011 |
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1. August ALASKA: Er war falsch angezogen/
mit seinem Schal, der Pudelmütze/ und dem selbst gestrickten Pullover//
Als käme er aus Alaska/ Wäre am falschen Ort/ und ausgesetzt/
wie ein Meuterer// Er merkte erst/ als ihm die Gruppe/ entgegenkam-
Wanderer/ und keiner von ihnen einen Schirm trug/ wie fremd er war//
Sie hatten karierte Hemden an/ mit kurzen Ärmeln/ und sangen Schnulzen
vom Sonnenschein// Wo bitte geht’s zum Sommer/ fragte er und kam
sich vor/ wie ein Bär mit Taucherbrille - / Mein Raumschiff steht
im Parkverbot// Die Männer zeigten auf das Tal// Wenn Sie am Himmel
Drachen sehen/ sagten sie, und Kinder mit Kastanien/ dann sind sie fast
da// Vorbei an den Frauen mit Blumen, sagte einer/ meiden sie Grillplätze//
dann spüren sie ihn schon// Sie erkennen ihn am Licht/ Es gibt/
einen Stich im Herzen// Sagen Sie mal/ Entschuldigen Sie die Frage/
Kommen Sie aus Alaska?//
5. August PADERMANN: Als Padermann
nach Paderborn kam, fragte er einen Einheimischen: „Was ist den
so schön an Paderborn?“ Der Angesprochene überlegte
und überlegte und da wusste Padermann, was das Schöne an Paderborn
ist: „Man hat hier Zeit zum Nachdenken“. Da blieb er in
der Stadt.
7. August PSYCHO: Es gibt viele unglückliche
Menschen in der Stadt. Arme Seelen deren nächster Zusammenbruch
in deinen Armen stattfindet. Viele warten dazu auf einen Wetterwechsel
oder ein Treffen mit dir. Mein armer Schatz, was haben sie denn mit
dir gemacht? Du trafst mal jemanden, der aussah, als würde er sich
die Haare selbst schneiden. Er hatte das Parteiprogramm der FDP in der
Hand und lief im Winter mit Sandalen herum. Der Mann sah aus, als wollte
er sich jeden Moment ausziehen. Du fragtest sofort: „Sie sind
doch kein Psycho?“ Du hatte keine Lust dich rühren zu lassen
von seiner herzzerreißenden Psychogeschichte. Mein armer Schatz,
was haben sie denn mit dir gemacht? Du hattest es auch schwer im Leben
und bist doch normal geblieben. Du bist sogar mit einem Psycho verheiratet
und Mitglied im Schützenverein, wo du jeden Augenblick damit rechnest
erschossen zu werden. Du fragtest also noch mal: „Sie sind doch
kein Psycho?“ Dein Gegenüber sah auf den Boden, zog sein
T-Shirt, welches er auf links trug, lang und sagte: „Doch, tut
mir leid. Ich habe es nicht geschafft.“ Dann fing er an zu schluchzen.
Du hattest dich schon abgewendet und die Flucht ergriffen. Das schien
aber niemanden zu beeindrucken.
Wir kriegen dich, Mitmensch. Auch du bist schuld an meinem Elend.
11. August DIE TAUBE: Die Taube wollte
sich nützlich machen. Sie flog auf die Sonnenuhr und landete genau
in deren Mitte. Genau dort, wo der Zeiger fehlte. Man konnte sofort
den Zeitpunkt der Landung erkennen. Es war 11 Uhr 53.
15. August DIE DICKE FRAU. Werner
Rittberger wusste von der dicken Frau nur, dass sie dick war. Er hatte
sich nicht die Mühe gemacht ihr Herz zu erobern. Einmal traf Werner
eine andere dicke Frau. Sie hatte einen Hund dabei. „Ach“,
dachte er zuerst. „Die dicke Frau hat einen Hund.“ Später
fiel ihm auf, dass die dicke Frau mit Hund nicht grüßte.
Da wusste er, dass war gar nicht die dicke Frau, das war nur eine dicke
Frau mit Hund. Übrigens war der Hund ganz klein und dünn.
Wenigstens kam es ihm so vor.
16. August ANRÜHRENDE BILDER:
Padermann hatte mal einen Strumpf über einen Föhn gestülpt
und den Föhn auf die Stufe gestellt, wo der Strumpf sich aufblähen
konnte. So konnte sie ein Gefühl von Wärme bekommen und ihre
Aufgaben ganz anders begreifen. „Der Strumpf muss sich wie ein
Luftschiff gefühlt haben, als hätte ihn ein Unsichtbarer übergestreift“,
sang er dabei. Das Gleiche probierte er dann mit einem Wollhandschuh.
Padermann war begeistert. Der Handschuh bäumte sich gleich auf,
als hätten fünf Finger in ihm Platz genommen und genossen
den warmen Zustrom. „Nun könnte er Klavier spielen“,
murmelte er. Irgendwie war das ein anrührendes Bild. Er dachte
wie viel Freude so ein Föhn bereiten kann.
17. August LISAS LIEBLINGSMURMELN:
Der letzte Augenblick von Lisas Lieblingsmurmel. Ein Stück für
eine Lieblingsmurmel und einen Tischstaubsauger. Ein Tischstaubsauger
hockt vor einer Murmel wie die Schlange vor einer Maus. Plötzlich
wird der Föhn angestellt: Flutsch, schluckt sie die Murmel auf.
„Klack“, macht es, als fällt ein Löffel auf einen
Kuchenteller. Das war der letzte Augenblick von Lisas Lieblingsmurmel.
Natürlich wurde die Szene nachgestellt.
19. August HUNDETREFFEN: Ein Mann
mit einem Hund ging spazieren. Plötzlich sah er eine Frau mit einem
anderen Hund. Der Hund des Mannes lief wie der Blitz auf den Hund der
Frau zu und stürmte an ihm vorbei. „Was Hunde aneinander
vorbei laufen können“, sagte der Mann zu der Frau. „Ja“,
sagte die Frau und ging vorbei. Heute leben der Mann und die Frau zusammen.
Sie sind glücklich verheiratet. Er wohnt in Hamburg, sie in Paderborn.
22. August ANDERE LEBENSMODELLE: Ich traf mich jetzt mit meinem
Freund, einem Jogger. Er stand vor mir und lief auf und ab. Er wollte
seinen Rhythmus nicht unterbrechen und womöglich einen Muskelkater
riskieren. Ich lobte ihn für seinen Fleiß. Lobte ihn, dass
er selbst bei diesem Regen nicht auf seine Laufstrecke verzichten konnte.
Er gestand mir, dass er nur noch jeden zweiten Tag joggte. Seine Gelenke
machten das nicht mehr mit. Ich kam mir ein bisschen komisch vor. Der
Kuchen in meiner Hand sah sehr verlockend aus. Ich war so glücklich
und mir ging es saugut. Was soll ich machen? Ich verfolge ein anders
Lebensmodel. Ich esse viel Kuchen und trinke dazu starken Kaffee. Mittags
sättigt mich fettiges Fleisch und der Pudding danach kann süß
sein und bunt. Ich rauche sogar. Ich rauche sogar viel, wenn ich trinke.
Ich nehme bewusst in Kauf, dass ich am nächsten Tag alles bereue.
Ja und? Es kommen auch wieder andere Tage. Am liebsten liege ich vor
dem Fernseher und schlafe bei einer Sportsendung ein. Ehrlich gesagt
bin ich gerne faul. Ich muss nicht hundert Jahre alt werden. Da wo ich
wohne, beschäftigt man sich nur bis man siebzig ist. Mein Ehrgeiz
ist es, dick zu werden, faul zu sein und dabei zu schlafen. Das hört
sich vielleicht sehr bequem an, aber warum nicht? Was ist daran so verwerflich?
Natürlich komme ich auch an meine Grenzen. Essen sie mal vier Stückchen
Kuchen hintereinander. Haben sie schon mal den halben Tag verschlafen
und es dennoch geschafft abends müde zu sein? Ich habe mich dem
schönen Leben verschrieben. Ich halte das aus. Wer nicht raucht
oder trinkt, den hat der Teufel mit anderen Lastern in den Klauen. Ich
befürchte, dass mein sporttreibender Freund dem Teufel direkt in
die Arme läuft. Er tut mir so leid. Wenn er so weiter macht, wird
er in der Hölle landen und das ist dann eine Muckibude. Ich bete
für ihn, denn Gott hat ein Herz für die Starken, die Schönen
und die Reichen.
25. August FÜNF JAHRE: Er ging
mit Zeigfinger und Daumen seiner rechten Hand jeden Finger seiner linken
Hand ab, als zählte er in Gedanken die Jahre, die er noch leben
musste. Er wollte dann zahlen und fragte sich: Wie teuer das Bier in
fünf Jahren sein wird. Alles ändert sich. Er hatte vor fünf
Jahren noch schlafen können.
27. August EINE FRAU LIESS MICH BEIM
FRISEUR VOR: Eine Frau ließ mich beim Friseur vor. Sie war nicht
mein Typ - sie ließ mich halt vor. Ich steh auf Blondinen, die
streng sind und kalt. Sie war sehr freundlich, stand von ihrem Platz
auf und überließ ihn mir. Ich war gerührt. Sie pickte
mich heraus aus all den Wartenden und schenkte mir ihre Zeit. Ich habe
sie im Spiegel beobachtet. Sie las eine Zeitung, während ich ihr
die Zeit stahl. Klug ist sie auch noch, dachte man. Ich habe ihr dann
eine Rose gekauft. Das war das Wenigste. Ich ging also noch mal in dieses
Haarschneidestudio und überreichte sie ihr. Rose zu Rose. Da hat
sie sich gefreut. Sie hat sich gar nicht mehr eingekriegt. Ihr wurden
gerade die Haare gewaschen und sie schüttelte sich dabei wie ein
Hund. Das hat mich schon beeindruckt. Ich kenne einen Freund, der leitet
ein Streichquartett, den habe ich angerufen, dass er der Frau aufspielt,
während sie sich die Haare schneiden lässt. Er kam dann mit
seiner Combo und spielte was von Bach. Ich habe dirigiert. Das hat so
einen Spaß gemacht. Sie hatte eine Plastikhaube auf dem Kopf und
summte mit. Sie hat mich angeschaut, als wäre ich Karajan. Ich
kann gar nicht dirigieren. Ich tat nur so. Ich wollte ihr nur meinen
Dank zeigen. Ich vergesse keine guten Taten. Später habe ich einen
befreundeten Kellner gebeten sie zu fragen, ob sie Hunger hat. Er hat
sie bewirtet, während sie auf ihre Blondierung wartete. Ich habe
sogar mitgegessen. Es gab Champagner und frische Austern. Später
stand sie dann auf, schüttelte ihre blonden Haare und blickte mich
nicht an. Ich habe mich sofort in sie verliebt. Wie gesagt: Ich mag
Blondinen, die streng sind und kalt.
29. August SPRÜHSAHNE: Die Sprühsahne
kann der geschlagenen Sahne nicht das Wasser reichen. Die Sprühsahne
kommt aus der Dose und wird nur genutzt, weil man keine Zeit hat, Sahne
zu schlagen. Pazifisten bevorzugen Sprühsahne wegen dem Lachgas.
Der Umgang mit Sprühsahne sollte trainiert werden. Der Kuchen liegt
auf dem Teller und wartet darauf dekoriert zu werden. Also los, nimm
die Sprühsahnedose und schüttel’ sie. Schüttel’
sie, schüttel´ sie. Im Sahneshaker wird es Winter. Die Schneekönigin
baut ihren Hochzeitspalast. Schüttel´ sie. Der Sahneklacks
strömt erst aus der Düse, wenn die Dose ausdauernd geschüttelt
wurde. Nun drück den weißen Hebel. Setz die Sprühsahne
unter Druck. Treib sie in die Enge. Sag ihr: „Wir haben sie schon
seit langem beobachtet“ Umschmeichle sie: „Könnten
sie sich vorstellen größere Aufgaben zu übernehmen?“
Lock sie ans Licht. Hurra, aus der Sprühsahnedüse schiebt
sich der Sahneklacks hervor. Wie er sich windet. Wie weiß Gott
er tut, wie weiß er ist. Er presst und stöhnt, er würgt
und drängt. Thront die Sprühsahne auf dem Kuchen, sollte man
sofort mit dem Genießen beginnen. Der dicke Mitarbeiter mit dem
weißen Kittel schafft es nicht lange so zu tun, als wäre
er Sahne. Er verläuft schon, wenn er den Kuchen sieht. Er erinnert
kurz an geschlagene Sahne und wird dann zum konturenlosen Haufen, der
bald nur noch als Pfütze neben dem Kuchen zu erkennen ist. Behauptet
man, dass der Eindruck, den ein Mensch hinterlässt, sich in den
ersten zwei Minuten festigt, so beansprucht die Sprühsahne dafür
nur vier Sekunden. Nach diesen vier Sekunden gibt die Sprühsahne
auf als das Bild zu erscheinen, mit dem sie während des gesamten
Kuchenessens hofiert werden will. Welch eine Schaumschlägerin.
Welch eine Zicke. Leider ist es so, dass auch ein Ersatz nur gut funktioniert,
wenn man ihm nicht das Gefühl gibt, er wäre zweite Wahl. Ich
werde nun ernst. Das ist nun wichtig: Die Widerverwendbarkeit der Sprühsahne
ist nur gewährleistet, wenn man ihre Düse stets reinigt. Nur
die gereinigte Düse der Sprühsahnedose gewährleistet
eine Nutzung, die auch nach Wochen zufrieden stellt. Eine ungereinigte
Düse lässt die darin verbleibenden Keime schimmeln und macht
den gesamten Sahneeinsatz fragwürdig. Dass man die einmal gebrauchte
Sprühsahne im Kühlschrank aufbewahren soll, versteht sich
von selbst. Ich gebe zu, dass diese Erkenntnisse über die Nutzung
der Sprühsahne eher unwichtig erscheinen, aber glauben sie mir,
wenn sie bei fünfmaliger Nutzung einer Sprühsahnedose diese
immer wieder entsorgen müssen, da die Sahnedüse verschimmelt
ist, denken sie anders darüber. Übrigens: Die Sprühsahne
nutzt als Treibgas aufgrund seiner guten Fettlöslichkeit E 942
Distickstoffmonoxid. Das findet auch als Lachgas direkt Anwendung, wenn
man sich die Sprühsahne ohne Umwege in den Mund drückt. Wer
das verstärkte Aufkommen von Sprühsahne einigermaßen
ertragen will, sollte dieses Lachgas öfters beim Kuchenessen anwenden,
als ihm lieb ist.
30. August GOTT: Wenn die Sonne zwischen
dunklen Wolken hervortaucht, rufen alle Kinder: „Komm, da zeigt
sich Gott.“
31. August DIE WERNER RITTBERGER UMGEHUNGSSTRASSE: Frau Kretschmer
erhob sich und sagte: „Es gibt Lebensentwürfe, die wenig
mit meinen zu tun haben. Sehr weit von meinen Erwartungen entfernt hat
sich Werner Rittberger. Rittberger war zwischen 1911 und 1928 der erfolgreichste
deutsche Eiskunstläufer. Er wurde elfmal deutscher Meister, dreimal
Vize-Weltmeister und zweimal Vize-Europameister. Das ist mir nicht vergönnt
gewesen. Nach ihm, Werner Rittberger, ist der „Rittberger-Sprung“
benannt. Beim Rittberger Sprung läuft man rückwärts im
Kreis, holt mit dem linken Bein Schwung , springt mit dem rechten Fuß
ab, dreht sich einmal um sich selbst und kommt auf dem rechten Fuß
wieder auf. Ich gebe zu, solche Aktivitäten sind mir fremd. Mein
Schicksal lockte mich nie aufs Eis. Ich bin stolz darauf, nie diese
hautengen Eislaufkostüme getragen zu haben. Ich hätte mich
geschämt. Der Aufenthalt in ungemütlichen Eishallen blieb
mir ein Leben lang erspart. Voller Stolz kann ich aber einen Kuchen
vorweisen, der meinen Namen trägt. Es ist ein Schokoladen-Nuss-Kuchen,
der mit Preiselbeeren belegt wird. Er hat schon manches Herz zum Schmelzen
gebracht. Der Kuchen heißt überall der Kretschmer Kuchen.
Ich gebe zu, dass ich diese Leistung höher einschätze als
den Rittberger Sprung.“ Frau Kretschmer setzte sich wieder. Es
wurde abgestimmt. Leider wurde die neue Umgehungsstraße nicht
nach ihr benannt.
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3. Juli: In der Bäckerei Strunz
wurde ein Weltmeisterbrot gebacken. Das ist ein schöner Beitrag
um die Frauenweltmeisterschaft auch geschmacklich zu begleiten. Ich
frage mich nur, wie ein Weltmeisterbrot schmecken soll, wenn man noch
gar nicht weiß, wer Weltmeister wird? He Bäcker Strunz, abgerechnet
wird zum Schluss. Sicherlich müsste ein Weltmeisterschaftsbrot
anders schmecken, wenn Japan Weltmeister würde anstatt Brasilien.
Das vorgezogene Weltmeisterbrot schmeckte ein wenig so, als wären
sich alle sicher, dass Deutschland Weltmeister würde. Machen wir
uns aber nichts vor. Im Grunde ist das jetzige Weltmeisterbrot einfach
nur ein Roggenmischbrot, dem man den Namen Weltmeisterbrot gegeben hat.
Das hätte man besser planen können. Ich könnte mir vorstellen,
dass man ein Krustenbrot in das Birgit Prinz Brot umtaufen könnte.
Das würde ihr Auftrieb geben. Wenn die brasilianischen Frauen Weltmeister
werden würden, könnte man zum Titelgewinn ein dunkles Brot
backen und in der Weltmeisterbackware Peperonistücke einbauen.
7. Juli: Letzte Woche traf ich die größte
Liebe meines Lebens. Da habe ich gesagt: „Da bist du ja. Ich habe
ein Leben lang auf dich gewartet.“ Sie hatte rote Haare und eigentlich
war sie gar nicht mein Typ, aber bei der größten Liebe eines
Lebens darf man nicht zu wählerisch sein. Ich dachte nur, hoffentlich
ist sie keine Lehrerin und hat einen großen Hund. „Wegen
dir habe ich Bass spielen gelernt“, sagte ich. „Ich habe
einen Töpferkursus besucht und bin einmal um die Welt gefahren.
Um dich kennen zu lernen habe ich das Rauchen angefangen und war samstags
tanzen in dunklen Räumen. Konntest du das mir nicht ersparen?“
Sie schaute mich einfach nur an und drückte mir das Strafmandat
hinter den Scheibenwischer. So kann Gott auch sein.
9. Juli: Wenn die Welt im Großen so wäre,
wie der Freizeitpark Bad Wünnenberg versucht es im Kleinen anzudeuten,
hätte ich mich längst erschossen. Sicher versucht die Gemeinde
Wünnenberg ihre Gäste zu erfreuen durch liebliche Ansichten
und packende Freizeitangebote. Ich frage mich nur, ob eine Wiese mit
stinkenden Ziegen, die man füttern darf, wirklich erfreut und vom
grauen Alltag ablenken kann? Hier wird eine Welt gezeigt, die in ihrer
Harmlosigkeit nur am Sonntag zu ertragen ist. Natürlich ist es
schön kuhäugige Rehe zu füttern und den Watschelenten
beim Schwimmen über dem See zuzuschauen. Sicher, ein Barfußpfad
beschäftigt und tut den Füßen gut, aber ein paar Ecken
und Kanten können auch hier nicht schaden. Als bei meinem Besuch
dem Griller die ersten Würstchen angekokelt sind, konnte ich ein
wenig den Duft der wahren Welt entdecken, zumal er versucht hat mir
diese schwarzen Teufel anzudrehen. Danke.
12. Juli: Kühltaschen. Wenn Kühltaschen nicht
zum Kühlen gebraucht werden, sind sie einfach nur hässliche
Taschen, die kühlen könnten, wenn jemand da wäre, der
gekühlt werden wollte. Im Winter sind Kühltaschen sowieso
unnütz und unterfordert. Sie stehen auf Schränken rum und
erinnern an Grillpartys im Freien. Ich kenne Kühltaschen, die können
sogar heiße Suppen länger heiß sein lassen, obwohl
das gar nicht zu ihren eigentlichen Aufgaben gehört. Ein wenig
Klarheit täte hier allen Kühltaschenbesitzern gut. Ich sah
einmal zwei Männer, die trugen gemeinsam eine leere Kühltasche.
Das sah schon ziemlich peinlich aus, aber schön, dass der Klügere
der Beiden den Kühltaschenbesitzer diesen sinnlosen Gang nicht
alleine gehen ließ. Wer setzt sich schon gerne alleine den Blicken
aus von Menschen, die eine Kühltasche nur mit kalten Speisen in
Verbindung bringen. Ich kenne eine Frau, die trug immer das Herz ihres
Mannes in einer Kühltasche mit sich.
15. Juli: Goldene Filmregel: Das Nichts in einer Zeitlupe
zu zeigen bringt nicht wirklich was. Wer das Nichts verlangsamt und
so in den Mittelpunkt stellt, verfälscht seine Bedeutung.
17. Juli: Wie schön, dass du in meiner Zeit aufgetaucht
bist. Das du in meiner Welt lebst, in meiner Stadt wohnst und mir begegnet
bist. Wie schön, dass ich in meiner Jugend von dir träumen
durfte und mich nun an dich erinnern darf.
20. Juli: Ich kann mich erinnern, wie wir es im Auto
gemacht haben. Wir hörten dabei laute Musik aus dem Radio. Wir
waren total ineinander verliebt und vergaßen die Welt um uns herum.
Plötzlich, genau in dem Augenblick, als sie es am Schönsten
fand, kamen die Verkehrsnachrichten. Automatisch und ungefragt schoben
sie sich dazwischen, als gäbe es nichts Wichtigeres als Staus auf
allen Straßen. Wir waren gerade dabei unserer Liebe ein Denkmal
zu setzen, da knallte es durch die Lautsprecher: „Die heutigen
Staus ab einer Länge von zehn Kilometer. Auf de A1 vor einer Baustelle
liegt ein rosa Schlüpfer auf der Straße.“ Vorsicht
auf der A 46, da ruht das Stauende in einem Bett.“ Der eine nennt
es Verkehrsstörungen, der andere den besten Sex der Welt. Das war
schon stimulierend. Ich sehe seitdem das Kamener Kreuz mit anderen Augen.
Entdecke ich einen einzelnen Frauenschuh auf der A 44 denke ich an Ruth.
Ist das ein Zeichen, will meine Prinzessin, dass ich sie suchen gehe?
Vorgestern habe ich bei den Staunachrichten weinen müssen und beklagte
meine verlorene Jugend. Wo bist du Ruth? Wer lauscht deinem Triumphgeheul?
Ich stehe im Stau und denk an dich. Komm und erlös mich, denn ich
habe gesündigt.
25. Juli: Nutzt am Wochenende (2. Version)
auch der Freizeitsportler
seine Sportgeräte
platzen alle Nähte
Zeigt der Mann sich von der
Schokoladenseite
trotzt der Bauchspeckfalte
wird selbst jung der Alte
Grade Männer zeitlos
rauben dir die Sinne
wenn sie sich bewegen
sind sie Gottes Segen
Wie in der Natur pur
Pfauen Räder schlagen
schlägt sich ganz ekstatisch
der Mann charismatisch
Zeigt am Wochenende
sich der Freizeitsportler
mit den Sportgeräten
soll man für ihn beten
Danke Gott oh Danke
heile auch uns Kranke
auf dem Schwebbebalken
will ich nicht verkalken
Ich bin dein Expander
zieh mich auseinander
Ich bin Deine Hantel
sei mir Schutz und Mantel
27. Juli: Mein Computer zeigt Gefühle.
Ich habe meinen Computer immer unterschätzt. Ich sah ihn als Maschine,
als ein notwendiges Übel, um das man nicht herumkommt wie um Mittelaltermärkte.
Ich habe dazu gelernt. Inzwischen bin ich überzeugt, dass er lernfähig
ist. Er ist bereit die Welt anzunehmen, wie ich sie beschrieben und
mit ihm verfasst habe. Wir haben uns aneinander gewöhnt und angepasst.
Er lässt keine Mails meines Steuerberaters mehr durch. Er sortiert
sie gleich als Spam oder Junk aus. Inhaltsangaben wie: Stererklärung
2010 unter „Betreff“, lässt er nicht mehr gelten. Er
schirmt mich ab. Er kennt meine Sehnsucht nach Unschuld. Versucht er
mich vor allem Bürokratischen und Nervigen zu beschützen?
Mein Steuerberater muss sich nun unter „Betreff“ etwas einfallen
lassen, will er zu mir vordringen. „Womit verdünnt man Wasser“
mailte er mir kürzlich, als er meine neuesten Belege anforderte.
„Warum laufen Nasen, während Füße riechen“
sah ich als „Betreff“. als er noch Fragen zu meinen Tankquittungen
hatte. Das hat geklappt. Meine Zahnärztin versuchte mir mal eine
Mail unter der Begriff: „Jahresuntersuchung“ zu schicken.
Das ließ mein Computer nicht gelten. Nun meldet sie sich unter:
„Was soll das Verfallsdatum auf saurer Sahne?“ So geht es
durch. Eine Umfrage meiner Tageszeitung kam nur zu mir mit einer Ankündigung:
„Gilt die Pressefreiheit auch für Zitronen?“ Ich habe
sie öffnen können. Mein Computer zeigt Gefühle. Ich auch.
Ich stelle ihn nun manchmal bei gutem Wetter nach draußen. Gestern
war er dabei, als ich mir im Kino einen 3 D Film angeschaut habe. Heute
werde ich ihn anlassen, wenn ich schlafe. Ich mag es, wenn er mir beim
Schlafen zuschaut. Ich finde es so rücksichtsvoll, wenn er plötzlich
sein Vollbild verdunkelt, damit ich besser träumen kann.
28. Juli: Unter Wasser: Sieht man
im Fernsehen eigentlich Übertragungen von Tauchwettkämpfen?
Im Radio verstehe ich Bedenken gegen diese Sportart, aber wäre
das nicht ein schöner Sport für die dritten Programme? Man
müsste dabei natürlich auch Fische sehen, die den Weg des
Tauchers begleiten. Wie gibt man nur unter Wasser Autogramme? Ich kannte
mal einen Taucher, der hatte eine so feuchte Aussprache, da war man
immer froh, wenn er seinem Hobby nachging.
30. Juli: Padermann wusch sich seine
Ohren so gründlich, dass er manchmal dabei „Aua“ schrie.
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